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Deutsches Zentrum Kulturgutverluste startet zum 1. Januar 2015 in Magdeburg

Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Foto: Markus Wächter

Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Foto: Markus Wächter

Die neu errichtete »Stiftung Deutsche Zentrum Kulturgutverluste« wird zum Jahresbeginn in Magdeburg die Arbeit aufnehmen.

Das Vorhaben ist eine Initiative der Bundesregierung, sie finanziert sich neben einem Stiftungskapital aus Beiträgen von Bund und Ländern.  Die Stiftung unterstützt öffentliche und private Einrichtungen bei der Provenienzforschung und soll einen »zentralen Zugang zu Informationsportalen wie »Central Collecting Point München« und »Linzer Sammlung« eröffnen«.

Die Leitung der Stiftung übernimmt der Kunsthistoriker Uwe Schneede, dazu erklärt Kulturstaatsministerin Monika Grütters: »Ich freue mich, dass mit ihm ein renommierter Kunsthistoriker zur Leitung der Stiftung zur Verfügung steht, der sich mit großem persönlichem Engagement für die Suche nach NS-Raubkunst in öffentlichen Sammlungen einen Namen gemacht hat. […] Deutschland kann nicht zulassen, dass sich Kunstwerke unter NS-Raubgutverdacht weiterhin unerkannt in den Beständen von Museen, Archiven und Bibliotheken befinden.«

Bis heute sind über 90.000 Objekte in Museen (Mittel aus der dezentralen Provenienzrecherche) und mehr als eine halbe Millionen Bücher, Drucke und Archivalien in Bibliotheken, auf Herkunft (NS-Raubkunst) überprüft worden. Für die Provenienzforschung wird der Bund ab 2015 insgesamt 6 Millionen Euro zu Verfügung stellen. Die Länder beteiligen sich zusätzlich mit 608.000 Euro pro Jahr. Die Stiftung wird zunächst 20 Mitarbeiter beschäftigen.

Der Freistaat Sachsen unterstützt das Vorhaben und ist im Gründungsstiftungsrat vertreten, die sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange sagt: »Wir wollen unserer historischen Verantwortung gerecht werden und müssen Unrecht schnellstmöglich aufklären. […] Auch der Freistaat Sachsen wird die Arbeit der Stiftung unterstützen und sich weiterhin mit großem Engagement dem Thema Kulturgutverlust widmen.«

Teaser-Foto: Der Goldfund von Eberswalde (bronzezeitlicher Goldschatz), 10.–9. Jh. v. Chr.; replica (the original was looted during World War II and is presently located at a museum in Moscow) Collection: Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin, Foto: Andreas Praefcke, public domain (via Wikimedia Commons)

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