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Dresden: Das Wachskabinett und die Kunst

Zoe Leonard Anatomical Model of a Woman's Head Crying, 1993, Foto: Zoe Leonard, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Cologne

Zoe Leonard
Anatomical Model of a Woman’s Head Crying, 1993, Foto: Zoe Leonard, Courtesy Galerie Gisela Capitain, Cologne

In diesem Herbst wird eine faszinierende Schau in Dresden gezeigt. Das Hygiene-Museum stellt in der großen Sonderausstellung »Blicke! Körper! Sensationen!« seltene anatomische Wachsmodelle und Moulagen aus.

Ein Großteil der rund 180 Objekte stammt vom Dresdner »Kunstbildhauer und Modelleur für Anatomie« Rudolph Pohl. Demgegenüber stehen zeitgenössische Werke von internationale renommierten Künstlern.

  • Max Ernst
  • Marcel Duchamp
  • Damien Hirst
  • Paul McCarthy
  • Bruce Nauman
  • Meret Oppenheim,
  • Man Ray
  • Cindy Sherman
  • Rosemarie Trockel
  • Luc Tuymans

Teilweise sind die Figuren über 100 Jahre alt, damals dienten sie u. a. zur »Belustigung/ Attraktion auf Rummelplätzen und Jahrmärkten«. Die Schau thematisiert die »einzigartige
kulturhistorische Bedeutung dieses Wachskabinetts und arbeitet zugleich zahlreiche Gegenwartsbezüge heraus«.

Für den Besucher wurden spezielle Raum-Inszenierungen komponiert, damit die »hochkarätigen Exponaten aus Popkultur und bildender Kunst – vom Surrealismus bis zur Gegenwart« eine Wechselwirkung erzeugen.

 

BLICKE! KÖRPER! SENSATIONEN!
EIN ANATOMISCHES WACHSKABINETT UND DIE KUNST

11. Oktober 2014 – 12. April 2015
Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums

Öffnungszeiten: Di -So/ Feiertage von 10 – 18 Uhr

Ausstellungskatalog

Der Ausstellungskatalog »BLICKE! KÖRPER! SENSATIONEN!«* ist im Wallstein Verlag erschienen. Herausgeberin des Kataloges ist Eva Meyer-Hermann.

223 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen

 

 

 

 

 

 

Begleitprogramm zur Ausstellung (Auswahl) 

5. November 2014, Mittwoch, 19 Uhr
Ringen für die Kunst
Der Blick des Malers auf den Körper
Sándor Dóró, Hochschule für Bildende Künste Dresden, Fachgebiet Künstleranatomie, gemeinsam
mit Ringern des Sportvereins Dresden-Mitte 1950 e.V.

12. November 2014, Mittwoch, 19 Uhr
Die Biographie im Körper
Was die Anatomie eines Menschen über sein Leben erzählt
Prof. Dr. Christian Albrecht May, TU Dresden, Institut für Anatomie

28. Januar 2015, Mittwoch, 19 Uhr
Intimität und Ekel
Über menschliche Zwischenräume und das Abscheuliche in der Kunst
Führung durch die Ausstellung mit zwei „Vorträgen im Gehen“, anschließend Gespräch mit der
Berliner Künstlerin Asta Gröting und Prof. Dr. Dietmar Rübel, Hochschule für Bildende Künste
Dresden

4. Februar 2015, Mittwoch, 19 Uhr
Wir zeigen alles!
Über Scham und Peinlichkeit
Podiumsgespräch mit: Ulrich Greiner, Journalist und Buchautor: „Schamverlust – Vom Wandel der
Gefühlskultur“ (2014), Hamburg, und Nina Pauer, Journalistin und Buchautorin: „Wir haben keine
Angst. Gruppentherapie einer Generation“ (2011), Hamburg.
Moderation: Dr. Susanne Utsch, Berlin

Teaser-Foto: Museumsgebäude deutsches Hygiene-Museum Dresden, 2012 Foto: David Brandt