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Kunst & Alltagskultur des Ostblocks

Gartensitzei/ Garden Egg Chair, 1968 Peter Ghyczy, Foto: Wende-Museum

Gartensitzei/ Garden Egg Chair, 1968
Peter Ghyczy, Foto: Wende-Museum

Gießkanne, 1960er, Klaus Kunis (Design), VEB Glasbijouterie Zittau, Foto: Wende Museum

Gießkanne, 1960er, Klaus Kunis (Design), VEB Glasbijouterie Zittau, Foto: Wende Museum

Wo wird die Alltagskultur der DDR respektive des Ostblocks gesammelt und ausgestellt? Vermutlich im ehemaligen Osten – weit gefehlt: Das »Wende Museum« ist in Los Angeles zu Hause.

Es ist wohl die größte und bedeutendste Sammlungsstätte für Kunst – und Alltagsobjekte aus dem ehemaligen Ostblock.

Justinian Jampol ist amerikanischer Kunsthistoriker, als die Berliner Mauer fiel, war er gerade 11 Jahre alt. Als Student begann er »Ostblock-Devotionalien« zu sammeln (unter anderem für seine Doktorarbeit) und 2002 gründete er ein »sozialistisches Museum«, seine Anliegen war und ist:

»The Wende Museum preserves the cultural artifacts and personal histories of Cold War-era Eastern Europe and the Soviet Union to inform and inspire a broad understanding of the period and its enduring legacy.«

Die Sammlung ist mittlerweile auf über 250.000 Objekte gewachsen unter anderem ist sie ein Ostblock-Fundus für Wissenschaftler, Studenten, Künstler, Pädagogen, Journalisten aus aller Welt.

Die Museum versteht sich als Kunst- & Bildungsinstitut, momentan bereitet das Haus einen großen Umzug vor, nach dem Umbau steht dreimal mehr Ausstellungsfläche zu Verfügung. Vielleicht ist es ein gutes Omen, das neue Gebäude wurde zuvor – von der US-Armee – als Depot genutzt.

The Wende Museum
Development Department, 5741 Buckingham Parkway
www.wendemuseum.org

Jetzt erscheint ein enzyklopädischer Band »Beyond the Wall« (Taschen-Verlag) – mit »Kunstgegenständen, Archivbeständen, Dingen aus der DDR: offizielle Symbole und oppositionelle Ausdrucksformen, Spektakuläres und Alltägliches, Massenproduziertes und Handgemachtes, Witziges und Tragisches« aus dem Ostblock. Über 2.500 Objekte sind im Buch abgebildet.

  • Überblick über die visuelle und materielle Kultur der DDR
  • Berühmte DDR-Fotografen zeigen Alltag & die »offizielle DDR«
  • Multimediainhalte mit Original-Film- & Tondokumenten aus der DDR.
  • Bonusmaterial: 56-seitiges Faksimile eines Familienalbums aus der DDR

 

Beyond the Wall/ Jenseits der Mauer: Kunst und Alltagsgegenstände aus der DDR* ist  im Nov. 2014 im Taschen Verlag erschienen.

Über 2.500 Alltags- & Kunstgegenstände – auf mehr als 900 Seiten

 

 

 

 

Teaser-Foto: DDR Schriftzug auf West-Zigarettenpapier 1989/ 1990, Foto: b. s. m.
*Amazonpartner Link

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