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»Lügenpresse« ist das Unwort des Jahres 2014 | Follow a Museum

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»Lügenpresse« ist das Unwort des Jahres 2014

Über 700 verschiedene Wörter sind für das »Unwort des Jahres 2014« eingereicht worden, am Ende lag das Wort »Lügenpresse« ganz vorne. In der Jury-Begründung heißt es, dass Unwort diente »bereits im Ersten Weltkrieg ein zentraler Kampfbegriff und diente auch den Nationalsozialisten zur pauschalen Diffamierung unabhängiger Medien«.

Heute wird in einem neuen Kontext verendet:  »Gerade die Tatsache, dass diese sprachgeschichtliche Aufladung des Ausdrucks einem Großteil derjenigen, die ihn seit dem letzten Jahr als „besorgte Bürger“ skandieren und auf Transparenten tragen, nicht bewusst sein dürfte, macht ihn zu einem besonders perfiden Mittel derjenigen, die ihn gezielt einsetzen.«

Die Begriff »Lügenpresse« ist ein Pauschalurteil gegenüber den Medienvertretern und: »verhindert fundierte Medienkritik und leistet somit einen Beitrag zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit, deren akute Bedrohung durch Extremismus gerade in diesen Tagen unübersehbar geworden ist.«

Zwei weitere Begriffe rügt die Jury.

  • »Erweiterte Verhörmethoden«
  • »Russland-Versteher«

In der Begründung heißt es: »der Begriff „erweiterte Verhörmethoden“« hat sich »in der Berichterstattung zu einem dramatisch verharmlosenden Terminus Technicus entwickelt«. Der Wort: »Russland-Versteher« wird abgelehnt, »weil er das positive Wort „verstehen“ diffamierend verwendet (und zwar ohne die Ironie, wie sie beispielsweise hinter der analogen Bildung des „Frauen-Verstehers“ steht)« wird.

»Jurybegründung zur Wahl des 24. Unworts des Jahres« (PDF-Link)

teaser-unwortdesjahresJedes Jahr wird das Unwort von einer unabhängigen Jury der Aktion »Unwort des Jahres« gewählt. In den vergangen Jahren haben es folgende »Unwörter« geschafft: Sozialtourismus (2013); Opfer-Abo (2012), Döner-Morde (2011); Alternativlos (2010); Betriebsratsverseucht (2009)…

Unter ihnen sind vier Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Nina Janich/TU Darmstadt (Sprecherin), PD Dr. Kersten Sven Roth (Universität Düsseldorf), Prof. Dr. Jürgen Schiewe (Universität Greifswald) und Prof. Dr. Martin Wengeler (Universität Trier) und Autor und Journalisten Stephan Hebel.

Die Jury hat 1.246 Einsendungen mit 722 unterschiedlichen Wörtern erhalten. Die häufigsten Begriffe waren:

  • »Putin-Versteher / Russland-Versteher« (zusammen 60-mal)
  • »PEGIDA / Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes« (44-mal)
  • »Social Freezing« (29-mal)

Internet: www.unwortdesjahres.net

 

 

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