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Nach dem Mauerfall kam die Reisefreiheit

Bevor die Berliner Mauer in der Nacht vom 9. November auf den 10. November 1989 geöffnet wurde, sagte der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher – vor tausenden DDR-Flüchtlingen – in der Prager Botschaft:

»Liebe Landsleute, wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise … [frenetischer Jubel der Botschaftsflüchtlinge] in die Bundesrepublik Deutschland möglich geworden ist.«

Das war am Abend des 30. September 1989.

In Folge der Prager Ereignisse haben die Machthaber der DDR ein neues Reisegesetz angekündigt. Auf der internationalen Pressekonferenz am 9. November 1989 verkündet der damalige Informationschef des ZK, Günter Schabowski eine Randnotiz:

»Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden.« Auf eine Pressenachfrage (Wann tritt das in Kraft?) antwortetet Schabowski lapidar:

»Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.«

Damit war »die Mauer« de facto en passant. Nur Stunden später öffneten (nicht ganz freiwillig) die Grenzübergangsstellen in Richtung Bundesrepublik und West-Berlin. Die neue Reisefreiheit war geboren.

Jetzt zeigt das Verkehrsmuseum Dresden eine Ausstellung »zur neuen Reisefreiheit in der DDR 1989 bis 1990 mit persönlichen Geschichten und Erlebnisberichten«.

Das Museum nimmt auch während der Ausstellungszeit Erlebnisberichte »von Ihrer ersten Reise nach dem Mauerfall« entgegen.

Reisefreiheit
25 Jahre Mauerfall
Persönliche Erlebnisberichte von DDR-Bürgern 1989-1990
8. November 2014 – 12. April 2015

Die Sonderausstellung »Reisefreiheit 25 Jahre Mauerfall« ist auf der TMS Messen-Kongresse-Ausstellungen GmbH in Leipzig (19.11. – 23.11.), Chemnitz (9.1. – 11.1.2015) und Dresden (30.1. – 1.2.2015) in verkleinerte Form zu sehen.

www.verkehrsmuseum-dresden.de

 

Teaser-Foto: Tatra Typ 2-603, Luxuslimousine aus der Tschechoslowakei (CSSR), Baujahr 1975 vor der Dresdner Frauenkirche, Foto: b. s. m.

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