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Warenhaus im Residenzschloss Dresden | Follow a Museum

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Warenhaus im Residenzschloss Dresden

Fast-Food, bedruckte Tüten, Foto: Sara Codutti, SKD

Fast-Food, bedruckte Tüten, Foto: Sara Codutti, SKD

Papp-Replik_einer_BronzefigurDie Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigen im Residenzschloss ein »einmaliges Warenhaus der westlichen Welt«. Ein Supermarket of the Dead in der Festetage des Dresdner Residenzschlosses zeigt diesen gleichermaßen vertrauten wie verfremdeten Warenberg. Sein Anblick gewährt wesentliche Einsichten:

Man erkennt die mit dem totalen Weltmarkt erreichte weltweite Verbindlichkeit der westlichen Verehrung von Markennamen und Luxusgütern.

Supermarket of the Dead. Brandopfer in China und der Kult des globalisierten Konsums. Proposition III

Man sieht, wie schnell sich die chinesische Gesellschaft an einer globalen Ordnung der Bedürfnisse ausgerichtet hat und sie zugleich mit einem mindestens 1300 Jahre alten Ritual verknüpft.

Eine der ältesten Formen chinesischen Volksglaubens erweist sich als lebendiger Brauch, der überall in der Kultur Chinas praktiziert wird: Brandopfer papierener Nachbildungen von Geld und Gütern, die mit dem Verbrennen Ahnen, Göttern und Geistern übergeben werden, um sie günstig zu stimmen oder ihre Nöte zu lindern, denn die chinesische Jenseitsvorstellung verbürgt eine Spiegelung der wirklichen Welt, und die Geister der verstorbenen Verwandten sind als empfindungsfähige gedacht.

Den zeitgenössischen Exponaten, die in der Form der Warenauslage eines abstrahierten Supermarkts gezeigt werden, stehen in der Ausstellung sehr seltene historische Beispiele von diesen für das Feueropfer dienenden Papiermodellen aus den Depots der Völkerkundemuseen in Leipzig und Dresden gegenüber, in denen die lange Tradition des Kults anschaulich wird.

Supermarket of the Dead.
Brandopfer in China und der Kult des globalisierten Konsums.
Proposition III
14. März bis 14. Juni 2015 verlängert
Residenzschloss Dresden, 2. Obergeschoss, Nordflügel

www.skd.museum

Öffnungszeiten:
Di – So 10 – 18 Uhr

 

Quelle: Staatliche Kunstsammlungen Dresden 

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